Beteiligung am Projekt Asylbewerber in Arbeit bringen

Bild: Markus Schwarze
Bild: Markus Schwarze

 

Die CDU-Fraktion beantragte, der Rat der Gemeinde Kreuzau möge beschließen:

 

„Die Gemeinde Kreuzau wird beauftragt, vor Ort ein konkretes Angebot zur Vermittlung von Asylbewerbern in Arbeit zu schaffen. Dazu wird die Verwaltung gebeten, folgende Fragen zu klären:

1. Wie ist der aktuelle Sachstand zum Konzept „Arbeitsvermittlung für Asylbewerber“ bei der Kreisverwaltung Düren? Ein erster Konzeptentwurf wurde im Rahmen der Sitzung des Integrations- und Migrationsausschusses des Kreises Düren am 29.11.2014 vorgelegt.

2. Welche Möglichkeiten der Beteiligung an diesem Vorhaben des Kreises Düren gibt es für die Gemeinde Kreuzau? Dabei soll das Ziel verfolgt werden, durch die Zusammenarbeit des Kreises Düren mit der Gemeinde Kreuzau möglichst kurzfristig ein Vermittlungsangebot für die Asylbewerber zu schaffen.

 

Für die Schaffung des Angebotes zur Vermittlung von Asylbewerbern in Arbeit in Zusammenarbeit mit dem Kreis Düren soll im Produktbereich P31 eine neue Kostenstelle gebildet werden und ein Betrag von 10.000,- Euro im Haushalt 2015 bereitgestellt werden. Das Geld soll nur im Falle konkreter Arbeitsvermittlung fließen.“

 

Begründung:

 

Die Situation der Asylbewerber in Deutschland und der Gemeinde Kreuzau ist schwierig. Sie möchten sich gerne in die Gesellschaft einbringen, können dies aus eigener Kraft aber nur in sehr begrenzten Rahmen tun. Dabei hat die Erfahrung aus den letzten Jahrzenten gezeigt, dass gerade die Menschen, die viele Hindernisse und  Schwierigkeiten überwinden mussten, um in unserem Land Sicherheit zu finden, häufig sehr hilfsbereit, motiviert und flexibel sind. Darüber hinaus bringen viele Flüchtlinge erhebliche Ausbildungspotentiale mit.

 

Durch mangelnde Unterstützung und die Orientierungslosigkeit in einem fremden Land entstehen große Hürden für eine Arbeitsaufnahme, die die Asylbewerber nicht ohne Hilfe überwinden können. Dadurch werden bestehende Potentiale nicht erkannt und gehen durch längere Phasen der Untätigkeit verloren. Längere Untätigkeit verursacht eine steigende psychische Belastung der Menschen, Krankheiten entstehen und manifestieren sich. So werden die Hürden, die einer Arbeitsaufnahme entgegenstehen, mit wachsender Zeit der Untätigkeit immer größer.

 

Durch die gezielte Förderung der Vermittlung von Asylbewerbern kann dieser Teufelskreis unterbrochen werden. Die Menschen können sich durch ihre Arbeit in unsere Gesellschaft einbringen und ihre Abhängigkeit von öffentlichen Sozialleistungen überwinden. Dies hat nicht nur eine gesteigerte Selbstwirksamkeitswahrnehmung und damit eine gesteigerte psychische und körperliche Gesundheit zu Folge. Auch die gesellschaftliche Akzeptanz und Anerkennung der Asylbewerber wird dadurch verbessert.

 

Erste abgeschlossene Modellversuche in Wuppertal, die auf ein ganzheitliches Beratungs-, Qualifizierungs- und Vermittlungskonzept für Asylbewerber zurückgreifen, zeigen langfristige Vermittlungserfolge. So könnte für ein bis Mai durch den Kreis Düren eingereichtes Konzept eine Förderung durch das MAIS NRW in der zweiten Jahreshälfte erfolgen. Die Gemeinde Kreuzau würde sich als dabei Pilotprojektpartner anbieten. Der hier vorgesehen Betrag könnte als Teil der benötigten Anschubfinanzierung in das Projekt gegeben und mit den anfallenden Vermittlungsgebühren verrechnet werden.

 

Da die Kosten für Unterkunft, Verpflegung und Krankenversorgung der Asylbewerber bei der Gemeinde selbst liegen und die Pauschale des Landes NRW hier nicht kostendeckend ist, ist die Vermittlung der Asylbewerber in Arbeit nicht nur eine aus sozialen Gründen wichtige Aufgabe. Auch unter fiskalischen Gesichtspunkten betrachtet ist eine Vermittlung von Asylbewerbern in Arbeit ein sinnvoller Projektansatz.

 

Durch das Gesetz zur Einstufung weiterer Staaten als sichere Herkunftsstaaten und zur Erleichterung des Arbeitsmarktzugangs für Asylbewerber und geduldete Ausländer vom 31. Oktober 2014 wurde die Dauer der Wartefrist in § 61 Abs. 2 Asylverfahrensgesetz und § 32 Abs. 1 der Beschäftigungsverordnung für Asylbewerber wie auch für geduldete Ausländer auf drei Monate verkürzt. Die Verkürzung der Wartefrist soll die Abhängigkeit von öffentlichen Sozialleistungen für Asylbewerber verringern.

 

 


 

 

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